Zur sprachwissenschaftlichen Einordnung des neuen ??Hallo??? Ein Absatz.

„Hallo“ diente fr??her einfach zur Begr????ung unter freundlich gesinnten
Personen (http://de.wikipedia.org/wiki/Hallo). Inzwischen hat es sich
einer Art „ist es/ist es nicht?“ (s. Asterix Band 8: „Asterix bei den
Briten“) entwickelt. „Hallo“ kann am Anfang oder Ende des Satzes (meist in
Frageform) positioniert werden. Das „Hallo“ als rhetorische Figur
appelliert an den Angesprochenen und m??chte ein m??gliches Missverst??ndnis
in der Kommunikation aufl??sen und die Aufmerksamkeit auf einen (f??r den
Sprechenden) wohl offensichtlichen Umstand in der jeweils aktuellen
Gespr??chssituation lenken; allerdings geht dies mit einer gewissen
aggressiven Note einher. Man muss sich also das „Hallo“ immer etwas lauter
als unbedingt n??tig gesprochen und im geschriebenen Kontext immer in
Gro??buchstaben vorstellen: „Was glaubst du denn, was ich hier gerade
mache, HALLO?“ (auch m??glich: „HALLO? Was glaubst du denn, was ich hier
gerade mache?“). Entstanden ist „Hallo“ m??glicherweise aus einer
Verk??rzung des spontihaften „Hallo wach!“ Inzwischen durchzieht „Hallo“
viele allt??glichen Dialoge und schmiegt sich besonders eng in die popul??re
„Ich-so-sie-so“-Erz??hlweise an (Beispiel: „Ich so: Das kannste aber
knicken, dann er so: Dann hau‘ doch ab. Ich so: HALLO? Wo soll ich denn
hin mit den Kindern?“). In dieser verk??rzten Dialogform lassen sich auch
Konstellationen vorstellen, bei denen die alte und neue Bedeutung des
„Hallo“ unmittelbar aufeinander treffen: „Er so: Hallo. Ich so: Hallo?
HALLO? Ich bin gerade am Gehen.“. F??r eine detailliertere Einordnung des
Gebrauchs des neuen „Hallo“ empfehle ich – und freue ich mich – auf
weiterf??hrende Studien.

4 Gedanken zu „Zur sprachwissenschaftlichen Einordnung des neuen ??Hallo??? Ein Absatz.

  1. Mir f??llt dabei die gestrige Sendung von Rach, der Restauranttester ein, in der Herr Rach sagte: ‚Ich brauche mal 4 Mann, die hier mit anpacken‘. Daraufhin st??rmten 3 Frauen los um zu helfen und auch 1 Mann. Hier waren aber wirklich nur M??nner gemeint und die 3 Damen wurden zur??ckgeschickt. Die Damenwelt f??hlt sich anscheinend durch den ewigen ‚man‘ bzw. ‚Mann‘ in unserem Sprachgebrauch eindeutig der M??nnerwelt zugeh??rig. Da trinken wir doch mal einen auf die Emanzipation, auch wenn wir manche Dinge doch nicht schleppen sollen, aber st??rt uns das?

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